Standardkennwörter
Werkseitige oder allgemein bekannte Zugangsdaten können unbefugte Änderungen an Gerät, Adressbuch und Netzwerkfunktionen ermöglichen.
Moderne Drucker und Multifunktionsgeräte sind vernetzte IT-Systeme. Sie kommunizieren mit Arbeitsplätzen, Servern, E-Mail-Diensten, Verzeichnisdiensten und teilweise mit Cloud-Plattformen. Eine sichere Einbindung beginnt deshalb nicht mit dem Einstecken des Netzwerkkabels, sondern mit einer geplanten Konfiguration von Netzwerk, Zugängen, Protokollen, Firmware und Verantwortlichkeiten.
Ungeänderte Standardzugänge, unnötige Netzwerkdienste und fehlende Trennung können die Angriffsfläche erhöhen und vertrauliche Druck- und Scandaten gefährden.
Werkseitige oder allgemein bekannte Zugangsdaten können unbefugte Änderungen an Gerät, Adressbuch und Netzwerkfunktionen ermöglichen.
Ist das Gerät aus unnötig vielen Netzen erreichbar, können Administration, Druckdienste oder Weboberflächen unnötig exponiert sein.
Unverschlüsselte oder veraltete Dienste können Zugangsdaten, Druckaufträge oder Verwaltungsinformationen unzureichend schützen.
Veraltete Firmware, abgelaufene Zertifikate und nicht überprüfte Konten können über längere Zeit unbemerkt bestehen bleiben.
Die Einbindung sollte mit der IT abgestimmt, auf den erforderlichen Funktionsumfang begrenzt und nachvollziehbar dokumentiert werden. Nicht benötigte Dienste und Schnittstellen sollten deaktiviert werden, sofern dies mit dem Gerätemodell und dem Betriebskonzept vereinbar ist.
Der konkrete Aufbau richtet sich nach Standort, Schutzbedarf, Gerätemodell, Benutzerstruktur und vorhandener IT-Infrastruktur.
Drucken, Scannen, Fax, Cloud-Funktionen, Benutzergruppen und Schutzbedarf festlegen.
VLAN oder Netzwerksegment, IP-Adresse, DNS, Gateway und erlaubte Kommunikationswege bestimmen.
Administratorkennwort ändern, Rollen begrenzen und unnötige lokale Konten entfernen.
Nicht benötigte Protokolle deaktivieren und sichere Varianten für Verwaltung, Drucken und Monitoring nutzen.
Druck, Scan, Authentifizierung, E-Mail, Adressbuch und Fehlerfälle kontrolliert prüfen.
Konfiguration, Verantwortliche, Firmwarestand, Zertifikate und Wartungsprozess festhalten.
Eine wirksame Konfiguration kombiniert technische Einstellungen mit klaren organisatorischen Zuständigkeiten.
Das Gerät erhält nur die Verbindungen, die für seinen Zweck tatsächlich benötigt werden.
Verwaltung und Datenübertragung sollten mit den sichersten vom Gerät unterstützten Verfahren erfolgen.
Eine sichere Ersteinrichtung bleibt nur wirksam, wenn sie regelmäßig geprüft wird.
Die Checkliste unterstützt bei einer strukturierten Übergabe an IT, Benutzer und Service.
Hinweis: Welche Einstellungen verfügbar und sinnvoll sind, hängt vom konkreten Gerät, der Firmware, dem Schutzbedarf und der bestehenden Netzwerkarchitektur ab. Änderungen sollten mit der zuständigen IT abgestimmt und vor dem produktiven Einsatz getestet werden.
TAS unterstützt bei Bestandsaufnahme, Netzplanung, Gerätekonfiguration, Scan- und Druckfunktionen, Firmwarepflege sowie bei der dokumentierten Übergabe an Ihre IT und Benutzer.