Sicherheitslücken schließen und Geräte stabil betreiben

Drucker-Firmware und Sicherheitsupdates

Drucker und Multifunktionsgeräte enthalten Firmware, die Netzwerkdienste, Benutzerzugriffe, Scan-Funktionen, Speicher und Gerätesteuerung verwaltet. Sicherheitsupdates können bekannte Schwachstellen beheben, Funktionen stabilisieren und die sichere Einbindung in die Unternehmens-IT unterstützen. Entscheidend ist ein kontrollierter Prozess aus Prüfung, Freigabe, Installation, Test und Dokumentation.

Firmwarestände erfassen Sicherheitsmeldungen prüfen Updates kontrolliert installieren Ergebnis dokumentieren
Herstellerübergreifende Prüfung
Versions- und Sicherheitsbewertung
Kontrollierter Updateprozess
Vor-Ort-Unterstützung möglich
Warum Firmwarepflege wichtig ist

Welche Risiken durch veraltete Firmware entstehen können

Firmware arbeitet auf einer grundlegenden Ebene des Geräts. Fehler oder bekannte Schwachstellen können deshalb Netzwerkdienste, Administration, Druck- und Scanprozesse sowie die Stabilität des Systems betreffen.

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Bekannte Schwachstellen

Veröffentlichte Sicherheitslücken können bestehen bleiben, wenn verfügbare Korrekturen nicht bewertet und eingespielt werden.

LAN

Gefährdete Netzwerkdienste

Weboberfläche, Druckprotokolle, Scan-Dienste oder Fernadministration können von Fehlern in der Firmware betroffen sein.

ID

Unzureichender Zugriffsschutz

Updates können Verbesserungen bei Anmeldung, Verschlüsselung, Zertifikaten, Rollen oder sicheren Protokollen enthalten.

Betriebsstörungen

Fehlerbehebungen können Abstürze, Kompatibilitätsprobleme, Scan-Fehler oder instabile Netzwerkverbindungen reduzieren.

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Firmware nicht ungeprüft im laufenden Betrieb aktualisieren

Ein Update kann Einstellungen verändern, Funktionen beeinflussen oder einen Neustart erfordern. Vor der Installation sollten Gerätekompatibilität, Freigabehinweise, Abhängigkeiten, Datensicherung, Wartungsfenster und ein mögliches Wiederherstellungsverfahren geklärt werden.

Sicherer Ablauf in sechs Schritten

So werden Firmware- und Sicherheitsupdates kontrolliert umgesetzt

Ein geregelter Prozess hilft, Sicherheitslücken zu schließen und gleichzeitig Ausfälle oder unerwartete Funktionsänderungen zu vermeiden.

Bestand erfassen

Hersteller, Modell, Seriennummer, Firmwarestand, Optionen und Standort dokumentieren.

Hinweise prüfen

Herstellerinformationen, Sicherheitsmeldungen, Versionshinweise und Voraussetzungen auswerten.

Risiko bewerten

Betroffenheit, Schutzbedarf, Erreichbarkeit und Dringlichkeit des Updates festlegen.

Update vorbereiten

Konfiguration sichern, Wartungsfenster abstimmen und Wiederherstellungsmöglichkeiten klären.

Installieren und testen

Update kontrolliert einspielen und Druck, Scan, Netzwerk, Anmeldung und Optionen prüfen.

Dokumentieren

Neue Version, Datum, Ergebnis, Verantwortliche und mögliche Abweichungen festhalten.

Zentrale Bausteine der Firmwarepflege

Prüfung, Installation und Nachkontrolle gehören zusammen

Ein Update ist erst abgeschlossen, wenn die neue Version geprüft, die benötigten Funktionen getestet und der Vorgang nachvollziehbar dokumentiert wurde.

Vor dem Update

Version und Voraussetzungen prüfen

Nicht jede Firmware ist für jede Gerätevariante, Option oder Region geeignet.

  • Originalquelle verwenden: Firmware ausschließlich aus vertrauenswürdigen Hersteller- oder Servicequellen beziehen.
  • Versionshinweise lesen: Sicherheitskorrekturen, bekannte Einschränkungen und Abhängigkeiten prüfen.
  • Konfiguration sichern: Adressbuch, Scanprofile, Zertifikate und wichtige Einstellungen dokumentieren oder exportieren.
Während des Updates

Installation kontrolliert durchführen

Stromversorgung, Netzwerk und Wartungsfenster müssen während des Vorgangs stabil bleiben.

  • Ausfall vermeiden: Gerät während der Aktualisierung nicht ausschalten oder vom Netzwerk trennen.
  • Zugriff begrenzen: Update nur durch autorisierte Personen oder den zuständigen Service durchführen.
  • Status beobachten: Meldungen, Neustarts und Abschlussanzeige vollständig abwarten.
Nach dem Update

Funktion und Sicherheit verifizieren

Ein erfolgreicher Installationshinweis ersetzt keinen vollständigen Funktionstest.

  • Kernfunktionen testen: Drucken, Kopieren, Scannen, Fax, Authentifizierung und Finishing prüfen.
  • Sicherheit kontrollieren: Kennwörter, Zertifikate, Protokolle, Netzwerkdienste und Rechte erneut prüfen.
  • Version dokumentieren: Firmwarestand, Datum, Ergebnis und offene Punkte im Gerätebestand aktualisieren.
Praxis-Check für Unternehmen

Was ein geregeltes Update- und Patchmanagement enthalten sollte

Die Checkliste hilft dabei, Verantwortlichkeiten, technische Vorbereitung und Nachweisführung zu strukturieren.

Organisation und Vorbereitung

  • Gerätebestand und aktuelle Firmwarestände dokumentiert
  • Verantwortliche für Prüfung, Freigabe und Installation benannt
  • Herstellerinformationen und Sicherheitsmeldungen werden regelmäßig geprüft
  • Dringlichkeit nach Betroffenheit und Schutzbedarf bewertet
  • Konfiguration und benötigte Daten vorab gesichert
  • Wartungsfenster und Benutzerinformation abgestimmt

Installation und Nachkontrolle

  • Firmware aus vertrauenswürdiger Quelle bezogen
  • Kompatibilität mit Modell, Optionen und Region geprüft
  • Installation unter stabiler Strom- und Netzwerkversorgung durchgeführt
  • Druck-, Scan-, Netzwerk- und Anmeldefunktionen getestet
  • Sicherheits- und Netzwerkeinstellungen kontrolliert
  • Neue Version und Ergebnis im Geräteprotokoll dokumentiert

Hinweis: Nicht jedes Update muss sofort ungeprüft installiert werden. Bei kritischen Sicherheitslücken kann jedoch eine zeitnahe Umsetzung erforderlich sein. Die Entscheidung sollte anhand der Herstellerinformationen, der tatsächlichen Betroffenheit und des betrieblichen Risikos erfolgen.

Firmwarestände prüfen und Sicherheitsupdates kontrolliert einspielen

TAS unterstützt bei Geräteaufnahme, Versionsprüfung, Herstellerinformationen, Vorbereitung, Installation, Funktionstest und Dokumentation – abgestimmt auf Ihre Drucker- und Multifunktionsgeräte.

Häufige Fragen

Firmware und Sicherheitsupdates bei Druckern

Wie oft sollte die Drucker-Firmware aktualisiert werden?
Es gibt kein für alle Geräte passendes starres Intervall. Firmwarestände und Sicherheitsmeldungen sollten regelmäßig geprüft werden. Verfügbare Updates werden anschließend nach Betroffenheit, Dringlichkeit, Kompatibilität und Betriebsrisiko bewertet.
Kann ein Firmwareupdate Einstellungen verändern?
Ja, je nach Hersteller und Version können Einstellungen zurückgesetzt, neue Funktionen aktiviert oder bestehende Funktionen verändert werden. Deshalb sollten relevante Konfigurationen vorher gesichert und nach dem Update kontrolliert werden.
Darf ein Drucker während des Updates ausgeschaltet werden?
In der Regel nicht. Ein Abbruch kann die Firmware beschädigen und das Gerät funktionsunfähig machen. Die Stromversorgung und Verbindung sollten während des gesamten Vorgangs stabil bleiben.
Sind automatische Firmwareupdates sinnvoll?
Automatische Updates können den Pflegeaufwand reduzieren, sind aber nicht in jeder Umgebung passend. Unternehmen sollten prüfen, ob Freigabe, Test, Wartungsfenster und Dokumentation ausreichend kontrolliert werden können.
Was passiert mit Geräten ohne Herstellersupport?
Wenn keine Sicherheitsupdates mehr bereitgestellt werden, steigt das langfristige Risiko. Dann sollten Netzwerkzugriffe weiter begrenzt, unnötige Funktionen deaktiviert und eine Ablösung oder isolierte Weiterverwendung bewertet werden.
Kann TAS Firmwareupdates durchführen?
TAS unterstützt bei der Erfassung von Geräten und Firmwareständen, bei der Prüfung geeigneter Herstellerupdates, bei Vorbereitung, Installation, Funktionstest und Dokumentation. Der konkrete Umfang hängt vom Hersteller, Modell und vorhandenen Servicezugang ab.
Fachliche Orientierung: BSI-Grundschutz für Drucker, Kopierer und Multifunktionsgeräte sowie allgemeine Empfehlungen zu sicherem Firmware- und Patchmanagement. Firmware sollte vor unbefugten Veränderungen geschützt, aus vertrauenswürdigen Quellen bezogen und nach der Installation geprüft werden. Der konkrete Ablauf richtet sich nach Hersteller, Modell und betrieblicher Umgebung. Diese Seite stellt keine Rechtsberatung dar.
Offizielle Grundlagen: BSI SYS.4.1 · NIST SP 800-193